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Werkstattwissen

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Werkstattwissen auf einen Fingertipp.

Metrisches ISO-Regelgewinde

Kernloch für Gewindebohrer · Maße in mm

GewindeSteigung PKernloch ØVorbohren
Hinweis: Kernlochwerte sind übliche Richtwerte für geschnittene Gewinde. Werkstoff, Gewindebohrer und gewünschter Gewindeanteil können abweichende Bohrungen erfordern. Gewindeformer benötigen andere Kernlochmaße.

Grundbegriffe

Schnell erklärt

P = Steigung · Abstand von Gewindegang zu Gewindegang
Kernloch = Bohrung vor dem Gewindeschneiden
Regelgewinde = Standardsteigung des metrischen ISO-Gewindes

Festigkeitsklassen – Stahlschrauben

Mindestwerte als schneller Überblick · N/mm² (MPa)

Festigkeitsklasse · N/mm² (MPa)

Beschreibt, welche mechanische Beanspruchung der Schraubenwerkstoff aushält. Beispiel: Klasse 8.8 steht näherungsweise für Rm = 800 N/mm². 1 MPa = 1 N/mm².

Anziehdrehmoment · Nm

Das ist das Drehmoment beim Anziehen. Es hängt zusätzlich von Gewinde, Reibung, Schmierung und Verbindung ab. Die passenden Nm-Werte stehen im Reiter Drehmoment.

KlasseZugfestigkeit Rm min.Streckgrenze Re min.
Wichtig: Übersichtswerte, keine Auslegung. Tatsächliche Anforderungen und Nachweiswerte hängen unter anderem von Nenndurchmesser, Produktnorm und Werkstoff ab. Für sicherheitsrelevante Verbindungen aktuelle Norm und Herstellerangaben prüfen.
Prüfungsmodus

Üben. Ankreuzen. Verstehen.

Jede Themenrunde hat 20 Fragen und 5 Antworten. Am Ende siehst du deine Punkte und jede Lösung.

Originale IHK-Prüfungsaufgaben

Die Quizfragen in dieser App sind eigene Übungsfragen und keine kopierten IHK-Aufgaben. Vergangene Originalprüfungen werden über die IHK bzw. die Prüfungsaufgaben- und Lehrmittelentwicklungsstelle (PAL) angeboten. Dort findest du auch Hinweise, welche Aufgabenbände zu deinem Beruf und Prüfungsteil passen.

IHK-Prüfungsaufgaben sind urheberrechtlich geschützt. Die App verlinkt auf offizielle Bezugsquellen, statt Aufgabenhefte abzudrucken.

Einheiten schnell umrechnen

GrößeUmrechnung
Länge1 in = 25,4 mm · 1 mm = 1000 µm
Kraft1 kN = 1000 N
Druck1 bar = 0,1 N/mm² · 1 MPa = 1 N/mm²
Leistung1 kW = 1000 W
Drehzahlmin⁻¹ = Umdrehungen pro Minute
Volumen1 dm³ = 1 Liter = 1 000 000 mm³

Werkstoffe erkennen

Beispiele zur groben Einordnung der Kurzzeichen

KurzzeichenTypische Einordnung
S235JRUnlegierter Baustahl
C45Unlegierter Vergütungsstahl
42CrMo4Legierter Vergütungsstahl
X5CrNi18-10 / 1.4301Korrosionsbeständiger austenitischer Stahl
EN AW-6082Aluminium-Knetlegierung
EN-GJL-250Grauguss

Kurzzeichen sagen allein nicht alle Eigenschaften aus. Lieferzustand, Wärmebehandlung und Produktnorm mitprüfen.

Passungen & Oberfläche

SPIELWelle kleinerÜBERGANGfast gleich großÜBERMASSWelle größer

Spielpassung: Zwischen Welle und Bohrung bleibt Luft, z. B. H7/g6.
Übergangspassung: Kann stramm oder leicht lose sitzen, z. B. H7/k6.
Übermaßpassung: Die Welle ist größer; Montage braucht Kraft oder Erwärmen, z. B. H7/p6.

Merksatz
Spielrutscht leichtÜbergangkann knapp passenÜbermaßsitzt fest

Ra beschreibt den arithmetischen Mittenrauwert, Rz die gemittelte Rautiefe. Die Kennwerte sind nicht direkt ineinander umrechenbar; Zeichnung und GPS-Angaben beachten.

Die Beispiele ersetzen keine Toleranztabelle: tatsächliche Grenzmaße hängen von Nennmaß und Toleranzklasse ab. Für Passungsauswahl und Oberflächenangaben Zeichnung und aktuelle Norm heranziehen.

Werkstoffe lesen und entschlüsseln

Schritt für Schritt: erst das Bezeichnungssystem erkennen, dann die einzelnen Zeichen lesen.

Wichtig: Ein Werkstoffname verrät nicht automatisch alle Eigenschaften. Festigkeit, Wärmebehandlung, Lieferzustand und Produktform immer in Zeichnung, Zeugnis, Werkstoffdatenblatt und gültiger Norm prüfen.

Die 4-Schritte-Methode

1 · Gruppe erkennenStahl, Gusseisen, Aluminium, Kupfer oder Werkstoffnummer?2 · System bestimmenKurznamen wie C45 oder Nummer wie 1.0503 nicht vermischen.3 · Zeichen aufteilenBuchstaben, Zahlen, Bindestriche und Zusatzzeichen einzeln lesen.4 · Grenzen prüfenMit Norm und Zeugnis verifizieren; Kurzname ist kein vollständiger Datenblatt-Ersatz.

Stähle: Kurzname nach Hauptmerkmalen

BeispielSo liest du esWas es dir sagt
S235JRS = Baustahl; 235 = Mindeststreckgrenze-Kennwert; JR = Kerbschlagarbeit 27 J bei +20 °CEigenschaften und Verwendungsgruppe
P265GHP = Druckbehälterstahl; 265 = Streckgrenzen-Kennwert; GH = Kennzeichen für erhöhte TemperaturbeanspruchungFür Druckgeräte vorgesehene Stahlgruppe
C45C = unlegierter Stahl mit Kohlenstoffangabe; 45 ≈ 0,45 % KohlenstoffC-Stahl; Zahl bezieht sich näherungsweise auf C-Gehalt × 100
16MnCr516 ≈ 0,16 % C; Mn und Cr sind Legierungselemente; Endzahl gehört zur normierten Kurzname-SystematikEinsatzstahl; Endzahl nicht als „5 %“ lesen
42CrMo442 ≈ 0,42 % C; CrMo = Legierungselemente; 4 ist ein Kennwert des SystemsLegierter Vergütungsstahl; keine Prozentangabe „4 %“
X5CrNi18-10X = hochlegiert; 5 ≈ 0,05 % C; CrNi18-10 ≈ 18 % Cr und 10 % NiLegierungsanteile werden hier direkt angegeben
HS6-5-2HS = Schnellarbeitsstahl; Zahlen nennen typische Gehalte von W, Mo und V in der Reihenfolge des SystemsWerkzeugstahl; Reihenfolge beachten, nicht wie C-Stahl lesen
Beispiel ganz langsam · 42CrMo4
42Unlegiert/legiert nach dem C-Regelprinzip: 42 ÷ 100 ≈ 0,42 % CCrMoChrom und Molybdän sind wichtige Legierungselemente4Systemkennzahl der Legierungsgruppe; keine 4 % ablesenErgebnisLegierter Vergütungsstahl; genaue Analysewerte der Werkstoffnorm entnehmen

Stähle nach Eigenschaften

Bei Bezeichnungen wie S235JR steht die erste Buchstabengruppe für die Verwendung. Häufige Kurzzeichen sind S Baustahl, P Druckbehälterstahl, L Leitungsrohrstahl, E Maschinenbaustahl und B Betonstahl. Nachgestellte Zusätze wie JR, J0 oder J2 beschreiben Kerbschlagarbeit und Prüftemperatur: JR = 27 J bei +20 °C, J0 = 27 J bei 0 °C, J2 = 27 J bei −20 °C. Weitere Zeichen wie +N (normalisiert/normalisierend gewalzt), +AR (gewalzt) oder +QT (vergütet) kennzeichnen den Liefer- bzw. Behandlungszustand. Zusätze sind nur im jeweiligen Bezeichnungssystem sicher zu lesen.

Werkstoffnummer: zweite Schreibweise

1.0503Werkstoffnummer für C451.7225Werkstoffnummer für 42CrMo41.4301Werkstoffnummer für X5CrNi18-10MerkeDie Ziffern nach „1.“ sind eine Registrier-/Gruppennummer, keine direkt lesbare Rezeptur.

Werkstoffnummern werden nach einem eigenen System vergeben. „1“ kennzeichnet Stahl; die übrigen Ziffern sind keine einfache Prozentformel. Nummer und Kurzname deshalb über Tabelle, Zeugnis oder Norm eindeutig zuordnen.

Gusseisen

BeispielEntschlüsselungTypische Einordnung
EN-GJL-250EN = europäische Bezeichnung; GJ = Gusseisen; L = Lamellengraphit; 250 = Festigkeitsklasse/KennwertGrauguss mit Lamellengraphit
EN-GJS-400-15S = Kugelgraphit; 400 = Zugfestigkeitsklasse in MPa; 15 = Mindestdehnung in %Gusseisen mit Kugelgraphit

Aluminium und Kupfer

BeispielSo liest du esWichtiger Hinweis
EN AW-6082EN AW = Aluminium-Knetlegierung; 6xxx-Familie basiert auf Mg/Si6082 ist eine registrierte Legierungsnummer, keine direkte Prozentangabe
EN AW-70757xxx-Familie basiert überwiegend auf ZnEigenschaften hängen stark vom Zustand ab, z. B. T6
EN AW-6060 T666060 = Legierungsnummer; T66 = definierter wärmebehandelter ZustandFür Festigkeit immer Legierung plus Zustand lesen
EN AC-…AC kennzeichnet Aluminium-GusslegierungenGuss- und Knetlegierungen haben getrennte Nummernsysteme
CuZn39Pb3Cu = Kupferbasis; Zn ≈ 39 %; Pb ≈ 3 %; Rest überwiegend CuLegierungsbezeichnung, Analysebereich in Norm prüfen
CuSn12Cu = Kupferbasis; Sn ≈ 12 % ZinnKupfer-Zinn-Legierung/Bronze

Zustandszusätze nicht übersehen

Stahl +NNormalisiert oder normalisierend gewalztStahl +QTVergütet: gehärtet und angelassenAluminium OWeichgeglühtAluminium HKaltverfestigtAluminium TWärmebehandelter Zustand; Zahl dahinter präzisiert den Ablauf
Prüfungs-Merker: Gleiche Werkstoffnummer heißt nicht automatisch gleicher Lieferzustand. Beim Bestellen oder Prüfen immer vollständige Bezeichnung, Produktform, Zustand und Zeugnisangaben vergleichen.

Zur verwendeten Ausgabe

Europa-Lehrmittel · Tabellenbuch Metall · 50. Auflage 2025

Die App fasst ausgewählte Werkstattgrundlagen in eigener Form zusammen. Sie ist kein Ersatz für Tabellenbuch, Normen, Zeichnung oder Herstellerangaben.

Einheiten: Länge, Fläche, Volumen

Merke: Bei Quadrat und Kubik wird der Umrechnungsfaktor mit potenziert.

Länge: × 10Fläche: × 10²Volumen: × 10³
UmrechnungGleichwert
1 m100 cm = 1000 mm
1 cm10 mm
1 mm1000 µm
1 m²100 dm² = 10 000 cm² = 1 000 000 mm²
1 cm²100 mm²
1 m³1000 dm³ = 1 000 000 cm³ = 1 000 000 000 mm³
1 dm³1 L = 1000 cm³
1 cm³1 mL = 1000 mm³
Drei schnelle Beispiele
Länge1,6 m × 1000 = 1600 mmFläche0,02 m² × 1 000 000 = 20 000 mm²Volumen250 cm³ ÷ 1000 = 0,25 L

Quadrat: Umrechnungszahl zweimal nehmen. Kubik: dreimal nehmen. Beispiel m → mm: 1000; daher m² → mm²: 1000², m³ → mm³: 1000³.

Weitere wichtige Einheiten

GrößeUmrechnungWerkstattbeispiel
Masse1 t = 1000 kg · 1 kg = 1000 g · 1 g = 1000 mg2500 g = 2,5 kg
Zeit1 min = 60 s · 1 h = 60 min2,5 min = 150 s
Kraft1 kN = 1000 N0,8 kN = 800 N
Druck1 bar = 100 kPa = 0,1 MPa = 0,1 N/mm²6 bar = 0,6 N/mm²
Spannung1 MPa = 1 N/mm²800 MPa = 800 N/mm²
Arbeit/Energie1 kJ = 1000 J · 1 Wh = 3600 J2 kJ = 2000 J
Leistung1 kW = 1000 W750 W = 0,75 kW
Drehmoment1 Nm = 1 N × 1 m20 Nm = 20 N bei 1 m Hebelarm
Geschwindigkeitm/s × 60 = m/min2 m/s = 120 m/min
TemperaturK = °C + 273,1520 °C = 293,15 K
Winkel360° = 2π rad · 180° = π rad90° = π/2 rad
Spannung1 kV = 1000 V · 1 V = 1000 mV24 V = 24 000 mV
Strom1 A = 1000 mA0,35 A = 350 mA
Widerstand1 kΩ = 1000 Ω · 1 MΩ = 1000 kΩ2,2 kΩ = 2200 Ω
Frequenz1 kHz = 1000 Hz · f = 1 ÷ T50 Hz = 50 Schwingungen/s
Elektrische Energie1 kWh = 3,6 MJ0,5 kWh = 1,8 MJ
Achtung bei Druck: bar nicht direkt mit N/mm² gleichsetzen. 1 bar = 0,1 N/mm²; für Zylinderkraft erst den Druck umrechnen.

Einheiten und physikalische Größen

Werkstattübersicht: Größe → Symbol → Einheiten → Umrechnung. Für genaue Arbeit Einheiten vor dem Einsetzen vereinheitlichen.

Geometrie und Bewegung

GrößeSymbolEinheiten / Umrechnung
Länge / Wegl, s1 km = 1000 m · 1 m = 10 dm = 100 cm = 1000 mm · 1 mm = 1000 µm · 1 in = 25,4 mm
FlächeA1 m² = 100 dm² = 10 000 cm² = 1 000 000 mm² · 1 ha = 10 000 m²
VolumenV1 m³ = 1000 dm³ = 1 000 000 cm³ · 1 dm³ = 1 L · 1 cm³ = 1 mL = 1000 mm³
Winkelα, β, φ360° = 2π rad · 180° = π rad · 1° = 60′ = 3600″
Drehzahl / Frequenzn, fn in min⁻¹ (U/min); 1 U/s = 60 U/min · f in Hz = 1/s · 1 kHz = 1000 Hz
Zeit / Periodendauert, T1 h = 60 min = 3600 s · f = 1/T
Geschwindigkeitv, vc1 m/s = 60 m/min = 3,6 km/h
Beschleunigungam/s² · Erdbeschleunigung g ≈ 9,81 m/s²
RauheitRa, Rzmeist µm · 1 mm = 1000 µm · Ra und Rz sind nicht direkt umrechenbar

Einheiten

MPa und N/mm² sind zahlenmäßig gleich.

1 N/mm² = 1 MPa
1000 N = 1 kN
1 mm = 1000 µm

Mechanik, Festigkeit und Wärme

GrößeSymbolEinheiten / Umrechnung
Massem1 t = 1000 kg · 1 kg = 1000 g · 1 g = 1000 mg · 1 lb ≈ 0,453592 kg
Dichteρkg/m³ · g/cm³ · kg/dm³ · 1 g/cm³ = 1000 kg/m³
KraftF1 kN = 1000 N · 1 kgf ≈ 9,80665 N
DrehmomentMNm, Nmm · 1 Nm = 1000 Nmm · 1 lbf·ft ≈ 1,3558 Nm
Druck / Spannungp, σ1 Pa = 1 N/m² · 1 MPa = 1 N/mm² = 10 bar · 1 bar = 100 kPa · 1 psi ≈ 0,06895 bar
Arbeit / Energie / WärmeW, E, Q1 kJ = 1000 J · 1 Wh = 3600 J · 1 kWh = 3,6 MJ
LeistungP1 kW = 1000 W · 1 PS ≈ 735,5 W
Temperaturθ, TK = °C + 273,15 · °F = °C × 9/5 + 32
Wärmeausdehnungα1/K oder 1/°C · Δl = α·l₀·ΔT
Härte—HBW, HRC, HV u. a. · Skalen nicht pauschal umrechnen

Einheiten

MPa und N/mm² sind zahlenmäßig gleich.

1 N/mm² = 1 MPa
1000 N = 1 kN
1 mm = 1000 µm

Elektrik, Pneumatik und Fertigung

GrößeSymbolEinheiten / Umrechnung
SpannungU1 kV = 1000 V · 1 V = 1000 mV
StromstärkeI1 A = 1000 mA · 1 mA = 1000 µA
WiderstandR1 kΩ = 1000 Ω · 1 MΩ = 1000 kΩ
LeitwertGSiemens (S) · G = 1/R
Elektrische Ladung / KapazitätQ, C1 Ah = 3600 C · 1 mAh = 3,6 C
Elektrische LeistungPW, kW · P = U·I
Elektrische EnergieEJ, Wh, kWh · 1 kWh = 3,6 MJ
Kapazität / InduktivitätC, L1 mF = 10⁻³ F · 1 µF = 10⁻⁶ F · 1 mH = 10⁻³ H
FrequenzfHz, kHz, MHz · 1 MHz = 1 000 000 Hz
VolumenstromqVm³/s, L/min · 1 L/min = 1/60 000 m³/s
Viskositätη, νPa·s, mPa·s · m²/s, mm²/s (cSt) · 1 cSt = 1 mm²/s
Schnittgeschwindigkeitvcm/min
Vorschubf, vfmm/U, mm/Zahn oder mm/min · Angaben nicht verwechseln
Schweißstrom / SpannungI, UA und V · Einstellwerte sind verfahrens-, material- und geräteabhängig
Quadrat und Kubik
Länge1 m = 1000 mmFläche1000² = 1 000 000 mm²Volumen1000³ = 1 000 000 000 mm³
Grenzen: Das deckt gängige SI- und Werkstatteinheiten ab. Gewinde-Nennmaße, Härtewerte und Spezialgrößen sind nicht immer direkt umrechenbar. Bei Sicherheitswerten gelten Zeichnung, Norm, Prüfverfahren und Herstellerdatenblatt.

Einheiten

MPa und N/mm² sind zahlenmäßig gleich.

1 N/mm² = 1 MPa
1000 N = 1 kN
1 mm = 1000 µm

Einheiten

MPa und N/mm² sind zahlenmäßig gleich.

1 N/mm² = 1 MPa
1000 N = 1 kN
1 mm = 1000 µm

Sinus & Cosinus

Rechtwinkliges Dreieck · Winkel in Grad

sin(α): —
cos(α): —

Gegenkathete a: — · Ankathete b: —

αAnkathete bGegen-kathete aHypotenuse c
Beispiel · α = 30°, c = 100 mm
Sinussin 30° = 0,5 → a = 50 mmCosinuscos 30° ≈ 0,866 → b ≈ 86,6 mm

Gegen = gegenüber vom Winkel. An = liegt am Winkel an. Hypotenuse = längste Seite, gegenüber dem rechten Winkel.

sin(α) = Gegenkathete / Hypotenuse · cos(α) = Ankathete / Hypotenuse. Winkel bitte zwischen 0° und 90° eingeben.

Gewinde-Kernloch-Rechner

Näherungswert: Nenndurchmesser minus Steigung

−
—

Ergebnis ist ein Richtwert und ersetzt keine Gewindetabelle.

Flache Formen: Umfang und Fläche

Skizzen zeigen, was du einsetzt. Alle Längen müssen dieselbe Einheit haben.

a × bg × hd = 2ra, c, h
FormUmfang UFläche A
Quadrat, Seite a4aa²
Rechteck, a und b2a + 2ba × b
Dreieck, Seite a,b,c; Grundlinie g; Höhe ha + b + cg × h ÷ 2
Kreis, Radius r, Durchmesser dπ × d = 2πrπ × r² = π × d² ÷ 4
Parallelogramm2a + 2bGrundlinie g × Höhe h
Trapez, parallele Seiten a und cSumme aller 4 Seiten(a + c) × h ÷ 2
Kreisring, Außenradius R, Innenradius rπ × (2R + 2r)π × (R² − r²)
Beispiel · Kreis Ø 20 mm
Radius findenr = d ÷ 2 = 10 mmFläche rechnenπ × 10² ≈ 314,16 mm²Umfang rechnenπ × 20 ≈ 62,83 mm

Körper: Volumen und Oberfläche

G = Grundfläche · UG = Umfang der Grundfläche · h = Höhe · s = Mantellinie

WürfelZylinderKegel
KörperVolumen VOberfläche O
Würfel, Kante aa³6a²
Quader, a,b,ca × b × c2(ab + ac + bc)
Zylinderπr²h2πr² + 2πrh
Hohlzylinder / Rohrπh(R² − r²)nach Innen-/Außenflächen getrennt berechnen
PrismaGrundfläche G × h2G + UG × h
Kegelπr²h ÷ 3πr² + πrs
Kugel4πr³ ÷ 34πr²
Beispiel · Zylinder Ø 20 mm, Länge 50 mm
Radius20 ÷ 2 = 10 mmGrundflächeπ × 10² ≈ 314,16 mm²Volumen314,16 × 50 ≈ 15 708 mm³

Hebel: Kraft mal Hebelarm

F₁F₂l₁l₂Drehpunkt

Merksatz: Weiter weg vom Drehpunkt bedeutet mehr Wirkung. Beim Gleichgewicht gleichen sich die Drehmomente aus.

Beispiel · Welche Kraft hält den Hebel?
BekanntF₁ = 200 N · l₁ = 300 mm · l₂ = 500 mmFormelF₁ × l₁ = F₂ × l₂Rechnung200 × 300 ÷ 500 = 120 N
Gesuchte Kraft F₂: —

Ergebnis gilt für einen ruhenden Hebel ohne Reibungsverluste.

Klasse lesen

Beispiel 8.8

Die erste Zahl × 100 ergibt die ungefähre Mindestzugfestigkeit: 8 × 100 = 800 MPa. Die zweite Zahl beschreibt das Verhältnis der Streckgrenze zur Zugfestigkeit: 0,8 × 800 = 640 MPa.

Beispiel · 8.8 lesen
Erste 88 × 100 = 800 MPa ZugfestigkeitZweite 80,8 × 800 = 640 MPa Streckgrenze

Merksatz: erste Zahl = Zugfestigkeit · zweite Zahl = Anteil davon, den die Schraube elastisch aushält.

Drehzahl & Vorschub

Drehmaschine und Fräsmaschine · berechnet aus Schnittgeschwindigkeit und Werkzeugdaten

Drehzahl: —
Vorschub: —
Rechenbeispiel · Drehen
GegebenD = 20 mm · vc = 25 m/min · f = 0,1 mm/UDrehzahl1000 × 25 ÷ (π × 20) ≈ 398 U/minVorschub398 × 0,1 ≈ 40 mm/min
Werkzeugwegmm pro Minute
Formeln: n = (1000 × vc) / (π × D). Beim Drehen: vf = n × f. Beim Fräsen: vf = n × z × f. Maschine auf nächstniedrigere verfügbare Drehzahl einstellen. vc und f dem Werkzeugdatenblatt entnehmen; HSS/VHM, Werkstoff, Aufspannung und Kühlschmierstoff ändern die Werte.

Werkstattformeln

Häufige Grundformeln · Einheiten beachten

GesuchtFormelEinheit / Hinweis
KreisumfangU = π · dmm
KreisflächeA = π · d² / 4mm²
ZylindervolumenV = A · lmm³
DrehmomentM = 9550 · P / nNm; P in kW, n in min⁻¹
LeistungP = M · n / 9550kW; M in Nm, n in min⁻¹
Druckp = F / AN/mm²; 1 N/mm² = 10 bar
KraftF = p · AN, p in N/mm², A in mm²
Massem = ρ · Vρ in kg/dm³, V in dm³
Beispiel · Fläche und Volumen
d = 20 mml = 50
1 · KreisflächeA = π × 20² ÷ 4 ≈ 314 mm²2 · Zylindervolumen314 × 50 ≈ 15 700 mm³3 · Umrechnen15 700 mm³ = 15,7 cm³
Vor dem Rechnen: Werte in passende Einheiten umrechnen. Bei Drehmomentformeln ist P die mechanische Leistung an der Welle; Verluste sind nicht enthalten.

Beispiel: Gewinde-Kernloch

M10-Regelgewinde auswählen und Kernloch herleiten

Schritt für Schritt
1 · Gewinde wählenM10 Regelgewinde2 · Steigung ablesenP = 1,5 mm3 · Kernloch bohren10 − 1,5 = 8,5 mm
VorbohrenØ 8,5 mmM10fertiges Gewinde

Für andere Gewinde den Kernloch-Rechner verwenden.

Passfedernut und Passfeder berechnen

Zuerst Passfedergröße b × h und Nuttiefen t₁/t₂ aus Zeichnung bzw. DIN 6885 wählen, dann Werte prüfen.

So gehst du vor
1 · Wellendurchmesser dPassfederquerschnitt b × h nach Normtabelle auswählen2 · Nutmaßet₁ (Welle) und t₂ (Nabe) laut Zeichnung/Norm übernehmen3 · DrehkraftFₜ = 2·Mₜ/d4 · Beanspruchungτ ≈ Fₜ/(b·l), p ≈ Fₜ/(t₁·l)
Werte eingeben, um Drehkraft und überschlägige Beanspruchungen zu berechnen.

Wichtig: Das Ergebnis ist eine Lern-/Überschlagsrechnung, kein Festigkeitsnachweis. Passfederabmessungen, Nuttiefen, wirksame Länge, zulässige Flächenpressung und Sicherheitsfaktoren müssen aus Zeichnung, Norm und Werkstoffdaten kommen. DIN 6885 legt Maße und Toleranzen fest.

Was du für Richtwerte brauchst

Werkstoff und Härte, HSS oder Hartmetall, Werkzeugdurchmesser, Schneidenzahl, Schruppen/Schlichten sowie Maschinenzustand. Für konventionelle Maschinen bei Rattern oder unsicherer Spannung Vorschub und Drehzahl zunächst reduzieren.

Werkzeugkunde Zerspanen

Werkzeugarten, Bauformen und Schneidstoffe im Überblick. Die passende Ausführung richtet sich nach Werkstück, Maschine, Spannung, Bohrungsform und Herstellerdaten.

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Bohrer

  • Spiralbohrer: Typ N universell, H für harte/kurzspanende, W für weiche/langspanende Werkstoffe
  • Kurz-, Normal-, Lang- und Überlängenbohrer
  • Zentrier-/Körner- und NC-Anbohrer
  • Stufen-, Senk- und Flachsenker
  • Kernbohrer / Hohlbohrer und Lochsägen
  • Tieflochbohrer: Einlippen-/Kanonenbohrer, BTA-/Ejektorverfahren
  • Wendeplattenbohrer und Vollhartmetallbohrer
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Gewindewerkzeuge

  • Handgewindebohrer: Satz (Vorschneider, Mittelschneider, Fertigschneider) oder Einschnitt-Ausführung
  • Maschinengewindebohrer: Durchgangsloch- und Sacklochform
  • Spiralpunkt-Gewindebohrer: Span nach vorn, meist Durchgangsloch
  • Spiralnut-Gewindebohrer: Span zurück, besonders Sackloch
  • Gewindeformer: verdrängen Material statt Späne zu schneiden
  • Gewindefräser sowie Schneideisen zum Außengewinde
  • Grundkörper: HSS, HSS-E/HSCo, PM-HSS oder VHM; Beschichtung z. B. TiN, TiCN, TiAlN oder CrN
🔧

Drehwerkzeuge / Drehstähle

  • Außen-Längsdreh-, Plan-, Einstech-, Abstech- und Kopierdrehwerkzeuge
  • Innenausdreh-/Bohrstangen, Gewinde- und Formdrehwerkzeuge
  • Rechts-/Links- und gerade/abgewinkelte Halter; HSS-Drehstahl oder Klemmhalter mit Wendeschneidplatte
  • Schneidstoffe: HSS/HSCo, Hartmetall, Cermet, Keramik, CBN und PKD/PCD
  • Beschichtungen und Substrate immer zusammen mit Werkstoffgruppe und Schnittdaten auswählen
⚙️

Fräser

  • Schaft-/Schaftendfräser, Nut- und Langlochfräser
  • Planfräser, Eckfräser, Walzenstirn- und Scheibenfräser
  • Kugelkopf-, Torus-, Schaft- und Kopierfräser
  • T-Nuten-, Winkel-, Schwalbenschwanz- und Fasenfräser
  • Gewindefräser, Zahnrad-/Modulfräser, Formfräser
  • Hochvorschubfräser, Wendeplattenfräser und Messerkopf
  • Schneidstoffe: HSS/HSCo, VHM, Hartmetall-Wendeschneidplatten, Cermet, Keramik, CBN und PKD/PCD
🪡

Reibahlen

  • Handreibahle mit Vierkant und langem Anschnitt
  • Maschinen-/Spannreibahle für Bohrmaschine, Drehmaschine oder CNC
  • Gerade genutete und linksdrallige Reibahle (Spanabfuhr abhängig von Werkstoff und Loch)
  • Aufsteck-/Schalenreibahle für größere Durchmesser
  • Einstellbare, verstellbare und nachstellbare Reibahle
  • Feste und auswechselbare Schneiden; HSS, HSS-E/HSCo oder VHM
  • Vorbohrmaß und Aufmaß sind abhängig von Durchmesser, Werkstoff und Werkzeughersteller
🧱

Schneidstoff-Schnellwahl

  • HSS: zäh und vielseitig, gut für niedrigere Schnittgeschwindigkeiten
  • HSS-E/HSCo: kobaltlegierter Schnellarbeitsstahl, mehr Warmhärte
  • VHM/Hartmetall: hohe Härte und Schnittgeschwindigkeit, braucht stabile Spannung
  • Cermet/Keramik: für geeignete Werkstoffe und stabile Bedingungen
  • CBN: vor allem harte Eisenwerkstoffe; PKD/PCD: NE-Metalle und abrasive Nicht-Eisen-Werkstoffe
  • ISO-Werkstoffgruppen: P Stahl, M rostfreier Stahl, K Gusseisen, N NE-Metalle, S Superlegierungen/Titan, H gehärteter Stahl
  • TiN, TiAlN, TiCN, AlCrN und ähnliche Namen sind Beschichtungen, nicht das Grundmaterial des Werkzeugs
Auswahl-Reihenfolge: Werkstückwerkstoff → Arbeitsgang → Werkzeuggeometrie → Grundwerkstoff/Beschichtung → Spann- und Kühlbedingungen → Schnittdaten des Werkzeugherstellers. Nicht jede Form ist für jedes Material oder jede Maschine geeignet.

Anziehdrehmoment

Maximalwerte nach VDI 2230 · Reibwert μK = μG = 0,14 · 90 % Streckgrenzenausnutzung

Größe8.8 (Nm)10.9 (Nm)12.9 (Nm)
M43,34,85,6
M56,59,511,2
M611,316,519,3
M827,340,146,9
M10547993
M1293137160
M14148218255
M16230338395
M18329469549
M20464661773
So liest du die Tabelle
1Schraube: M102Klasse: 8.83Zeile M10 + Spalte 8.8 = 54 Nm

Das gilt nur für die angegebene Reibwert-Annahme μ = 0,14. Gefettet oder beschichtet? Dann gilt ein anderer Wert.

Achtung: Tabellen-Maximalwerte ohne Sicherheitsfaktor, keine universelle Montagevorgabe. Schmierung, Beschichtung, Unterlegscheibe, Gegenwerkstoff und gewünschte Vorspannkraft verändern das erforderliche Drehmoment erheblich. Bei sicherheitsrelevanten Verbindungen gelten Zeichnung, Herstellerangabe und Berechnung.
Quelle: Bossard – Vorspannkräfte und Anziehdrehmomente nach VDI 2230. Abweichende Reibwerte führen zu abweichenden Werten.

MIG/MAG · Stahl, Beispielwerte

Fronius TransSteel · G3Si1-Stahldraht 0,8 mm · Ar/CO₂-Mischgas · manuell

Blech (mm)Draht (m/min)Spannung (V)Dynamic
0,82,113,74
12,815,84
1,55,9173
26,5183
310,8202
41423,41
516,7270
61927,80
Beispiel · 2 mm Stahlblech
Drahtvorschub6,5 m/minSpannung18 VDynamic3

Diese Kombination stammt aus der angegebenen Fronius-Tabelle. Stellwerte sind ein Startpunkt: Probenaht machen und Nahtbild prüfen.

Nur Startwerte für diese Gerätekonfiguration. Andere Stromquelle, Drahtstärke, Gas, Material, Nahtform und Schweißposition erfordern andere Einstellungen. Synergiegeräte nach Programm wählen und Probenaht beurteilen.

WIG (TIG) und Elektrode (MMA)

Parameter hängen von Material und Elektrode ab

MIG/MAGDraht kommt automatisch nach. Schutzgas schützt das Schweißbad.
WIG / TIGWolframelektrode bleibt stehen. Zusatzstab bei Bedarf extra zuführen.
Elektrode / MMAUmhüllte Stabelektrode schmilzt ab. Kein Gas aus der Flasche nötig.

WIG: Stromart/Polarität, Material, Wolframelektrode, Zusatzwerkstoff und Blechdicke bestimmen die Einstellung. Aluminium benötigt üblicherweise AC; Stahl meist DC.

MMA: Elektrodentyp und -durchmesser beachten; Strombereich steht auf der Elektrodenverpackung. Geräteeinstellung und Polung nach Herstellerangabe.

Für belastbare Einstelltabellen brauche ich dein Schweißgerät (Hersteller/Modell), die hauptsächlich verwendeten Werkstoffe und Verfahren. Schweißparameter immer mit Probenaht und nach WPS/Herstellerangabe festlegen.